Medienanstalt Berlin Brandenburg


Hauptcontent

Dr. Hans Hege - Das DVB-T-Projekt Berlin-Brandenburg

Ein Modellprojekt für den Übergang von der analogen zur digitalen Übertragung
In Berlin-Brandenburg wird zuerst erprobt, was im bundesweiten Maßstab vereinbart werden soll. Es geht um mehr als ein Pilotprojekt. Es geht um die Markteinführung des digitalen terrestrischen Fernsehens, den Umstieg von der analogen zur digitalen Übertragung. Bisher haben wir drei zusätzliche Sender relativ kleiner Leistung in Betrieb genommen. Nun kommt der nächste große Schritt vorwärts: die Umstellung einer leistungsstarken analog genutzten Frequenz auf digitale Übertragung. n-tv hat seine Bereitschaft dazu erklärt, es übernimmt damit eine Pionierrolle. Damit haben wir die Chance, mit einem leistungsstarken Sender den Ballungsraum von Berlin hervorragend zu versorgen. Zum ersten Mal erleben wir in Deutschland, dass ein analog genutzter Rundfunkübertragungsweg in einen digitalen umgewandelt wird; das gab es bisher weder bei terrestrischen Frequenzen noch bei Kabel oder Satellit. Natürlich hängt dieses damit zusammen, dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen bei terrestrischen Frequenzen günstig sind, weil die analoge Übertragung an Wert verloren hat und die digitale viele zusätzliche Chancen bietet. Im Kabel und über Satellit werden wir lange nicht so schnell umsteigen können wie bei den terrestrischen Frequenzen. Kanal 51, die von n-tv genutzte Frequenz, ist die erste von insgesamt 13 terrestrischen Frequenzen in Berlin, die wir nach und nach von der analogen auf die digitale Nutzung umstellen wollen. Und wir wollen an diesem Beispiel zeigen, dass es sich für die Veranstalter lohnt, an der Digitalisierung mitzumachen. Ich hoffe, RTL wird ebenfalls einen Beitrag dazu leisten, mit der Reduzierung der bisherigen analogen terrestrischen Versorgung die Erprobung des Gleichwellennetzes auf dem Kanal 59 voranzubringen.

Basis für DVB-T sind die frei empfangbaren Fernsehprogramme, mit der Chance des Einstiegs in die Misch- und Entgeltfinanzierung
Der schwierige Weg des digitalen Kabel- und Satellitenfernsehens hängt auch damit zusammen, dass die Free-TV-Veranstalter vernachlässigt werden. Hier können sie ihre Leistungsfähigkeit und Kreativität zeigen. Mit ihnen zusammen wollen wir den Fahrplan erstellen, nach dem die digitale Nutzung die analoge ablöst.

Digitale Übertragung bedeutet neue Dienste und Angebote, für TV-Geräte und den PC
Wir präsentieren Ihnen hier Datendienste über DVB-T. Sie erleben, wenn es klappt, auch die ersten aktuelle Internet-Übertragung über DVB-T. Damit sind wir ganz am Anfang, die Chancen zu nutzen, die die gleichzeitige Übertragung von Daten an eine Vielzahl von Teilnehmern eröffnet. Terrestrische Übertragung bedeutet die Mischung von regionalen und überregionalen Inhalten. Sie bedeutet Unabhängigkeit vom Kabel, Unabhängigkeit von der Satellitenschüssel. Gerade in einem Ballungsraum wie Berlin-Brandenburg ist sie die einzige Technik, die wirklich überall zu empfangen ist. Nun gilt es, die Applikationen für ein Massenpublikum zu entwickeln, nicht nur für diejenigen, die den PC nutzen, sondern auch für die große Mehrheit, die an die einfache Bedienung des Fernsehgerätes gewöhnt ist. Für sie müssen zusätzliche Nutzungen geboten werden, die so einfach sind, dass man nicht merkt, dass das Fernsehgerät zum Computer geworden ist.

Nutzen wir die weltweiten Chancen des offenen DVB-Standards, statt nationaler Abschottung
Wir brauchen von vornherein europaweite Lösungen. Ein mobiler digitaler Fernseh- und Datenempfänger darf nicht nur in Deutschland funktionieren, er muss europaweit einsetzbar sein, warum nicht auch in Singapur, wo digitales terrestrisches Fernsehen ebenfalls gestartet ist. Nutzen wir die Chancen des europäischen Standards DVB, indem wir ihn in Europa zum Erfolg führen.

Die Deutsche Telekom AG als Motor für Innovation
Basis dieses Projektes sind Vorleistungen der Deutschen Telekom AG, die sich nun allerdings dem Wettbewerb wird stellen müssen. Aber sie hat in diesem Bereich leistungsfähige Strukturen entwickelt, die Wettbewerb nicht scheuen müssen. Die terrestrische Übertragung steht in Konkurrenz zu anderen digitalen Übertragungswegen. Und wir sollten diese Konkurrenz fördern. Wettbewerbsfähig wird man nur durch Wettbewerb.

Wir brauchen neue Regeln
Derzeit wird eine Novellierung des Medienstaatsvertrages Berlin-Brandenburg vorbereitet. Sie ermöglicht flexiblere Regelungen für die Nutzung digitaler Frequenzen. Wer investiert, kann mehr sein als nur Sendernetzbetreiter, er kann auch an der Zusammenstellung von Programmen und Angeboten mitwirken. Für dieses Projekt darf es keine Rolle spielen, ob sich ein Angebot als Rundfunk, Medien- oder Teledienst qualifiziert. Wir wollen alles, was diese Technik leistet und was dem Verbraucher nützt. Es geht hier um viel mehr als Rundfunk. Wir erwarten die Verknüpfung mit dem Stadtinformationssystem, das Berlin derzeit aufbaut. Wir erwarten den Einsatz für Aus- und Weiterbildung. Das System ist offen für die Unternehmenskommunikation. Es bietet Chancen für die bisherigen Veranstalter, aber es ist offen für neue Unternehmen, und für neue Inhalte. Offenheit und Wettbewerb, das sind für mich die Grundvoraussetzungen des digitalen Erfolgs. Wir praktizieren den Wettbewerb bei den klassischen Medien. Im Hörfunk liegt die Wertschöpfung, die Werbeaufwendungen je Hörer in der Region, in Berlin doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Sie sehen daraus, welche Chancen dieser Ballungsraum bietet. Wir schaffen nun die Rahmenbedingungen für Wettbewerb bei DVB-T. An Ihnen ist es, sie zu nutzen.

Pressemitteilung vom 03.02.2012

Vergabeverfahren über die ausgeschriebene UKW-Hörfunkfrequenz 106,0 MHz in Berlin

Lesen

Pressemitteilung vom 26.01.2012

MIZ-Babelsberg unter neuer Leitung

Volker Bach, der Leiter von ALEX – Offener Kanal Berlin und Anka Heinze, Bereichsleitung Medienkompetenz und Digitale Projekte der mabb, leiten das MIZ Babelsberg ab sofort gemeinsam.

Lesen

Internet-ABC-Schulungen für Grundschullehrer_innen

Die mabb vermittelt kostenlos qualifizierte Referent_innen an Berliner und Brandenburger Grundschulen, die Lehrer_innen  speziell das Angebot des Internet-ABC vorstellen und Tipps zur Umsetzung von Medienprojekten geben. Die 90-minütige Schulung umfasst: + Medienbildung in der Schule (Lehrpläne, Richtlinien)+ Die kindliche Lebens-(Medien-) Wirklichkeit + Chancen und Risiken im Internet + Vorstellung / Materialien des Internet -ABCs + Einsatz des Internet-ABCs im Schulalltag + Methodische Anregungen/Praktischer Einsatz

Kontakt: medienkompetenz@mabb.de.

 

Lesen

Jetzt KlickSafe-Materialien kostenlos bestellen!

"Knowhow für junge User: Materialien für den Unterricht": Das Benutzerhandbuch für Lehrer, Pädagogen, Erzieher und Eltern sowie die erweiternden Module zu den Themen "Was tun bei Cyber-Mobbing?", "Social Communities - Ein Leben im Verzeichnis" und "Ich bin öffentlich ganz privat -Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Web" können kostenlos über die mabb bezogen werden.

Lesen