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Journalismus in der digitalen Gesellschaft

4. Dezember 2013

Der Journalismus hat sein Vermittlungsmonopol und seine Position als Lotse im Informationsstrom verloren. Dies gilt insbesondere für die digitale Welt, in der Twitter- und Facebook-Freunde die Lotsenposition übernehmen und Blogger als qualifizierte und ernstzunehmende Nischenberichterstatter erkannt werden. Zu diesem Ergebnis kamen Moderatorin Sabine Beckmann (u.a. rbb-Inforadio), Annika Stenzel (taz.nord, VOCER), Prof. Dr. Volker Lilienthal (Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Qualitätsjournalismus, Universität Hamburg) und Sebastian Esser (u.a. Krautreporter), die im Rahmen des Jahresempfangs des Medienrats der mabb über das Thema „Erfolgreicher Journalismus in der digitalen Gesellschaft. Neue Funktion – Neue Ausbildung – Neue Finanzierungsmodelle“ diskutierten. Nach wie vor, so die Diskutanten, gehöre Kuratieren und Kommentieren von Inhalten und akkurate Recherche von Hintergrundinformationen zu den Schlüsselqualifikationen eines Journalisten. Durch die neuen Medien sei Journalismus aber dialogreicher geworden, denn die Vielzahl an Rückkanälen ermögliche es dem Publikum, direkte Kritik zu äußern. Diese Entwicklung sporne Journalisten wiederum an, genauer zu arbeiten. In der Ausbildung müssten diese Aspekte nun verstärkt berücksichtigt, die zukünftigen Journalisten auf Dialog und Kritik vorbereitet werden. Hinzu komme die heute notwendige multimediale Kompetenz, die den Beruf des Journalisten in der digitalen Welt noch anspruchsvoller werden lässt.

ALEX TV hat die Veranstaltung begleitet. Den Beitrag finden Sie in der ALEX-Mediathek.

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