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MIZ-Projekt Radmesser erhält Preis für innovativen Datenjournalismus

19. Juni 2019

Das Team des MIZ-Förderprojekts Radmesser ist am 14. Juni 2019 in Athen mit dem „JSK Fellowships award for innovation in data journalism“ der Data Journalism Awards des Global Editors Network ausgezeichnet worden.

Mit ihrem Projekt sammeln Physiker und Entwickler Michael Gegg, der Journalist Hendrik Lehmann und ihr Team anhand von Sensoren Daten über die Fahrradsicherheit in Berlin und werten diese journalistisch aus. Die Jury aus Journalisten und Datenexperten würdigte den neuen journalistischen Standard, den das Team mit Radmesser setze. Besonders überzeuge die interdisziplinäre Kombination aus bürgernahem Journalismus, innovativer Sensortechnik, Machine Learning und Open Data. Das Gremium hob außerdem die quelloffene, kostenfreie Veröffentlichung des Codes auf Github hervor. Diese trägt dazu bei, dass auch andere derartige Recherchen zur Verkehrssicherheit von Radfahrerinnen und Radfehrern leicht umsetzen können. 

Do-It-Yourself-Sensortechnik für partizipativen Journalismus
Das Kernstück, die Radmesser-Swipe-Story, entstand im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung mit Hilfe von Crowd-Recherche und innovativen DIY-Tools: Für die Messung von Überholabständen im fließenden Verkehr baute das Projektteam selbst insgesamt 100 Sensoren, die live oder auch zeitversetzt per Upload über eine mobile App statistische Daten in eine Datenbank einspeisen.

Crowd-Recherche auf den Straßen Berlins
2500 interessierte Bürgerinnen und Bürger bewarben sich nach dem öffentlichen Radmesser-Teilnahmeaufruf für die Mitwirkung an der Crowd-Recherche. Das Projektteam wählte repräsentativ 100 Personen aus den verschiedenen Berliner Bezirken aus, welche die Datenerhebung mehrere Wochen lang mit den Sensoren an ihren Fahrrädern unterstützen. Die auf den täglichen Radrouten ermittelten Abstandsdaten aus Überholvorgängen dienten als Grundlage für die umfangreiche Online- und Print-Berichterstattung zur Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern in Berlin. Die Ergebnisse veröffentlichte das Team in Kooperation mit dem Tagesspiegel.

Weitere Informationen zum Projekt sind unter www.miz-babelsberg.de verfügbar.

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