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Auswahlentscheidung zugunsten von Klassik Radio

Der Medienrat hat am 3. September 1999  beschlossen, die ausgeschriebene UKW-Hörfunkfrequenz 101,3 MHz an Klassik Radio zu vergeben. 

Die Frequenz, die an Klassik Radio unter unternehmerischer Führung der UFA vergeben worden war, musste neu ausgeschrieben werden, nachdem die bisherigen Gesellschafter mangels hinreichenden wirtschaftlichen Erfolges die Mehrheit der Anteile und die unternehmerische Führung an ein neues Unternehmen, geführt von Ulrich Kubak, übergeben wollten. Das Medienrecht schließt eine Übertragung der Sendeerlaubnis aus. 

Im Ausschreibungsverfahren haben sich zahlreiche Interessenten gemeldet, von denen vier ein Format mit klassischer Musik veranstalten wollten. 

Der Medienrat hat sich dafür entschieden, ein solches Format auszuwählen, weil er darin den größten Beitrag zur Vielfalt des Gesamtprogrammangebotes sah. 

In die engste Wahl kamen der Neuansatz von Klassik Radio, das sein Engagement in Berlin verstärken und im neuen Ansatz zusätzliche Inhalte bieten will, und Sky Klassik, das zu News International (Murdoch) gehört, und das einen innovativen Ansatz für ein regional ausgerichtetes Berliner Klassikprogramm vorgestellt hat. 

Bei Abwägung unter den verschiedenen vom Gesetz vorgegebenen Auswahlkriterien erschienen dem Medienrat beide Ansätze weitgehend als gleichgewichtig. Zugunsten von Klassik Radio sprach allerdings, dass die Fortführung eines aufgebauten Unternehmens mit überregionaler Ausrichtung Vorteile vor dem regionalen Neuaufbau eines Programms hat, die von Sky Klassik nicht durch eindeutig hervortretende Vorteile ausgeglichen werden. 

Der Medienrat erwartet, dass Klassik Radio ein klares Profil klassischer Musik gewährleistet, Annäherungen an andere Formate vermeidet, und dass die zugesagten Verbesserungen umgesetzt werden, einschließlich der Verstärkung des Engagements in Berlin-Brandenburg. 

Die Sendeerlaubnis wird entsprechende Vorkehrungen enthalten. Über sie wird der Medienrat in seiner nächsten Sitzung beschließen. 

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