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Digitalisierung Berlin-Brandenburg

Neue Zahlen zum digitalen Fernsehen in Berlin-Brandenburg

Für den Digitalisierungsbericht 2010 der Landesmedienanstalten, der die Entwicklung und den Fortschritt der Digitalisierung auf den verschiedenen Übertragungswegen darstellt, wurden auch die Zahlen für Berlin und Brandenburg erhoben.

Große Unterschiede gibt es zwischen Berlin und Brandenburg bei der Verteilung der Übertragungswege. Berlin wird vom Kabel dominiert. 74% der Berliner TV-Haushalte bekommen ihr Programm über diesen Übertragungsweg. Ebenfalls stark ist die Terrestrik. In der ehemaligen DVB-T-Pilotregion nutzen 25,7% diese Empfangsart, so viel wie in keiner anderen Region Deutschlands (z. Vgl.: deutschlandweit 11,1%). Mit 8,9% ist dagegen der Anteil der Satellitenhaushalte sehr niedrig (deutschlandweit 42,8%). Etabliert, wenn auch vom Marktanteil noch klein, ist mittlerweile auch IPTV. Die auf den DSL-Netzen basierende Übertragung wird in Berlin inzwischen von 2,7% genutzt.

Ganz anders dagegen in Brandenburg. Hier ist der Satellit mit 47,9% der stärkste Übertragungsweg, gefolgt vom Kabel mit 45%. DVB-T kommt in Brandenburg durchschnittlich auf 10,5% Marktanteil, IPTV auf 1,5 %.

Zum Stand der Digitalisierung auf den Übertragungswegen, auf denen anders als bei DVB-T und IP TV auch noch analog übertragen wird:

2010 empfingen knapp 80 % der Satellitennutzer in Berlin-Brandenburg das digitale Signal. Damit ist die Digitalisierung auf diesem Übertragungsweg schon weit voran geschritten. In anderthalb Jahren soll der Umstieg ganz geschafft sein, denn bis 30.4.2012 wird die analoge Satellitenverbreitung abgeschaltet. 

Davon ist das Kabel noch weit entfernt. Aber auch hier macht die Digitalisierung Fortschritte, inzwischen können mehr als ein Drittel der Kabelhaushalte in Berlin-Brandenburg digitale Programme sehen (35,7% - etwas weniger als im bundesweiten Durchschnitt: 37,8%). 

Der Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Dr. Hans Hege, begrüßt die Entwicklung: „HDTV, das es nur digital gibt, und Fernsehgeräte, die Videoangebote aus dem Internet mit dem linearen Fernsehen verbinden können, werden der Digitalisierung einen weiteren Schub geben. Der Schlüssel bleibt der Mehrnutzen für den Verbraucher. Die Kabelunternehmen könnten aus der Satellitenentwicklung lernen, dass der Verzicht auf die Verschlüsselung private Programme in digitaler Standardqualität und ein offener Gerätemarkt den Verbraucher mehr überzeugen als die bisherigen Strategien.“

Quelle: Digitalisierungsbericht 2010. Basis sind 37,5 Mio. TV-Haushalte in Deutschland, ca. 3 Mio. TV-Haushalte in Berlin-Brandenburg. Für die repräsentative Erhebung wurden je 500 Telefoninterviews pro Bundesland geführt. Erhebungszeitraum: Mai/Juni 2010.

Kontakt:

Medienanstalt Berlin-Brandenburg | Jan Czemper| Tel.: 030.264 967 - 0 | E-Mail: czemper@mabb.de

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