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Lokal-TV-Tage 2009 in Dabendorf erfolgreich zu Ende gegangen

Lokales Fernsehen in Brandenburg beschränkt sich nicht mehr auf die Ausstrahlung im analogen Kabel. Die digitale Einspeisung in die Kabelnetze, die Verbreitung via Internet und Mobile standen im Mittelpunkt der Brandenburgischen Lokal-TV-Tage 2009 am 18. und 19. September. Mehr als 60 Teilnehmer, darunter Vertreter von 20 lokalen Fernsehveranstaltern aus Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, setzten sich mit den technischen und kommerziellen Rahmenbedingungen neuer Übertragungsmöglichkeiten auseinander und diskutierten die Chancen, die sich aus dem Zusammenwachsen von Rundfunk und Internet ergeben, insbesondere mit Blick auf hybride Endgeräte.

Dr. Klaus-Peter Tiemann, Vorsitzender des Brandenburgischen Fernsehnetz (BFN), betonte die Notwendigkeit, dass die lokalen Veranstalter frühzeitig Bestandteil der digitalen Rundfunkwelt sind. „Lokales Fernsehen kann etwas bieten, das sonst keiner hat: Bewegte Bilder und Information von vor Ort und das mit hoher Aktualität. Damit sind wir ein idealer Partner beispielsweise für die Wohnungswirtschaft, die für ihre sog. Smart-Living-Angebote lokale Informationsangebote braucht. Via Internet können wir auch Zielgruppen erreichen, die das Kabelangebot nicht nutzen.“, so Tiemann in seiner Begrüßung.

Dr. Hans Hege, Direktor der mabb, sagte den lokalen TV-Veranstaltern seine Unterstützung zu. „Die Frage, wie lokale und regionale Angebote im digitalen Fernsehen vorkommen und zu welchen Konditionen sie eingespeist werden können, ist ein wesentlicher Aspekt bei der Plattformregulierung. Für die technische Infrastruktur haben wir bereits in der Vergangenheit das Fundament gelegt und eine Aufrüstung für die Übertragung von EPG-Daten sowie die Übergabe eines digitalen Sendesignals an die Netzbetreiber ist problemlos möglich.“ Er setze wie beim Vernetzungsprojekt auf die konzeptionelle Mitwirkung des BFN bei der Vorbereitung einer Förderungsentscheidung des Medienrates.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass Digitalisierung mehr sein soll als nur die Umstellung von analogen auf digitale Sendesignale. Digitalisierung sehen sie zugleich als Chance, neue Angebote zu machen, weitere Zielgruppen auch jenseits des klassischen TV zu erreichen und ihre Inhalte in verschiedenen Verwertungsketten einzubringen. Dabei sehen sich die lokalen Sender auch als Partner für Zeitungshäuser und Internetplattformen. Kooperationen waren daher ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen bei den Lokal-TV-Tagen.

Dass sie es damit ernst meinen, zeigten sie umgehend: Am Rande der Veranstaltung unterzeichneten 6 Lokal-Sender eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung und Erprobung innovativer Angebotsformate für neue Übertragungswege. So sollen für das lokale Fernsehen auch neue Nutzergruppen erschlossen werden. Das Projekt ist auch für weitere Sender offen. Die mabb hat ihrerseits Fördergelder in Aussicht gestellt.

Das Programm und die Vorträge sind auch unter www.mabb.de/presse/veranstaltungen verfügbar.

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