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Lokale Informationsvielfalt sichern

Berlin, 17. Oktober 2017. Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat ein „Berlin-Brandenburgisches Modell“ zur Förderung professioneller lokaler Medieninhalte erarbeitet, dessen Förderansätze Medienrätin Bärbel Romanowski-Sühl im Rahmen des Lokal-TV-Kongresses 2017 Veranstaltern von Lokal-TV, Experten aus Wissenschaft und lokaler Wirtschaft sowie Programmmachern erläutert hat: „Lokale Medien spielen eine entscheidende Rolle für die Meinungsbildung, insbesondere auch in den ländlichen Räumen“, so Romanowski-Sühl. „Dabei werden die Rahmenbedingungen für lokaljournalistische Angebote immer schwieriger. Deshalb hat der Medienrat Gespräche über Modelle zur Förderung lokaler Medieninhalte geführt, unter anderem mit Vertretern der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und dem Schweizer Bundesamt für Kommunikation. Dabei wurde deutlich, dass diese Modelle nicht eins zu eins auf Berlin und Brandenburg übertragen werden können.“

Auch im Land Brandenburg verlieren Tageszeitungen an Reichweite. Veranstalter lokaler Rundfunk- und Internetangebote befinden sich oft in schwieriger Finanzlage. Folge sind „weiße Flecken“, Regionen, in denen die Versorgung mit lokalen Medieninhalten nicht mehr flächendeckend gewährleistet ist. „Damit qualitativ hochwertige journalistische Inhalte im Lokalen auch in Zukunft finanziert werden können, empfehlen wir ein plattformunabhängiges, crossmediales Fördermodell“, so Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer, Vorsitzender des Medienrats. „Die Sicherung von Vielfalt, Qualität, Reichweite und Stabilität lokaler Medienversorgung ist unser Ziel.“

Berlin-Brandenburgisches Fördermodell
Das „Berlin-Brandenburgische Modell“ des mabb-Medienrats sieht eine medienübergreifende Förderung professioneller lokaljournalistischer Inhalte vor. Das Modell beruht auf zwei Säulen: Bestehende Fördermaßnahmen sollten zum einen weiterentwickelt und an technische und journalistische Qualitätsstandards gekoppelt werden. Zum anderen sollte eine gesetzliche Grundlage für die Förderung professioneller lokaljournalistischer Inhalte geschaffen und die dafür notwendige Finanzausstattung zur Verfügung gestellt werden. So würden Impulse für Innovationen im Lokaljournalismus gegeben, Anreize für die Gestaltung qualitativ hochwertiger Medieninhalte geschaffen und die regionale und lokale Nachrichtenversorgung flächendeckend gewährleistet werden.

Das komplette Positionspapier des Medienrats ist hier abrufbar.

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