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Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) haben beim Sommerforum Medienkompetenz am 29. Juni 2017 den medius 2017 verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit aktuellen, innovativen Aspekten aus dem Medienbereich, der Medienpädagogik und Pädagogik oder Themen des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen. In diesem Jahr wurden vier Arbeiten gleichberechtigt mit dem 1. Platz ausgezeichnet, das Preisgeld entsprechend aufgeteilt.

Preisträgerinnen des medius 2017

Die Bachelorarbeit Soziokulturelle Ungleichheiten und mediale Kompetenzen von Jessika Weigt (Hochschule Fulda) gründet auf der These, dass die Ausbildung medialer Kompetenzen an die Reproduktionsprozesse sozialer Ungleichheit anschließt und somit einen Faktor der Ausbildung divergierender Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen darstellt. In Bezug auf diese Entwicklungen wird die zentrale Frage gestellt, inwiefern der Sozialstaat als solches in diese Prozesse einzugreifen hat und inwiefern die Soziale Arbeit als gerechtigkeitsstiftendes Moment methodisch mit Hilfe medienpädagogischer Ansätze agieren kann.

Im Rahmen der Masterarbeit Mediatisierte Jugend?! Impulse für eine lebensweltorientierte Offene Jugendarbeit von Rebecca Ebel (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen) wird dem gesellschaftlichen Wandel der Mediatisierung in Hinblick auf eine lebensweltorientierte Sozialarbeit Rechnung getragen. Auf Grundlage einer ausführlichen Literaturanalyse sowie empirischer Studien werden Impulse für eine lebensweltorientierte Offene Jugendarbeit für junge Menschen im Alter von 12 bis 15 Jahren skizziert.

In der Masterarbeit Strukturale Medienbildung in der Ausstellung. Mediale Welten zum Thema „Flüchtlinge“ von Birgit-Andrea Möller (Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg) wird das Konzept für eine Ausstellung erarbeitet, die sich inhaltlich mit Medienbildung und medialen Artikulationsformen beschäftigt und somit den Anspruch erhebt, komplexe Strukturen sichtbar zu machen und ihre Bildungspotenziale aufzuzeigen. Die Arbeit schlägt eine Brücke von der Theorie der Strukturalen Medienbildung zum Ausstellungshaus und berücksichtigt dabei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sowie Entwicklungen im Museums- und Ausstellungswesen.

Ziel der Bachelorarbeit Gefahr für Menschenrechte und Demokratie – Hate Speech online als neue Herausforderung für die Soziale Arbeit von Sophia Horsch (Hochschule München) ist es, das Phänomen Hate Speech mit seinen entscheidenden Facetten zu betrachten, interdisziplinäre Gegenstrategien aufzuzeigen sowie die Aufgaben der Sozialen Arbeit im Präventionsbereich anhand der Systemtheorie von Silvia Staub-Bernasconi zu erschließen und zu diskutieren.

10 Jahre medius-Preis - Sonderausschreibung 2018

Fachfremde Impulse für Medienpädagogik und Kinder- und Jugendmedienschutz

Im Jahr 2018 vergeben die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) zum zehnten Mal den medius – einen mit 2.500 Euro dotierten Preis für innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten, die sich mit aktuellen Aspekten aus dem Medienbereich, der (Medien-)Pädagogik oder Themen des Jugendmedienschutzes beschäftigen.

Zum 10-jährigen Jubiläum richtet sich die Ausschreibung des medius zusätzlich zur bisherigen Zielgruppe der Studierenden (medien-) pädagogischer Studiengänge ausdrücklich auch an alle fachfremden Disziplinen, die eine Relevanz für Medienpädagogik und Jugendmedienschutz geltend machen können.

Bewerbung

Für den medius können Arbeiten von Absolventinnen und Absolventen eingereicht werden, die ihr Studium – in der Regel BA, Master, Magister, Diplom oder Staatsexamen – während der letzten zwei Jahre an Fachhochschulen und Hochschulen im deutschsprachigen Raum abgeschlossen haben. Vorschlagsberechtigt sind die betreuenden Dozentinnen und Dozenten. Die Absolventinnen und Absolventen können ihre Arbeit auch selbst einreichen, wenn sie den Nachweis erbringen, dass diese mit „sehr gut“ bewertet worden ist. Eine Jury aus Professorinnen und Professoren themenrelevanter Fachrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Preis auslobenden Organisationen entscheidet über die Einreichungen. Im Vordergrund der Beurteilungen stehen unter anderem die Kriterien „Interdisziplinarität“ (Impulse, die Medientheorie und Praxis mit anderen Disziplinen verbinden) und „Theorie-Praxis-Verbindung“.

Die aktuelle Ausschreibung für den medius 2018 finden Sie hier (PDF-Dokument).

Einsendeschluss ist der 30. November 2017. Eingereicht werden können die Bewerbungen per Mail unter medius@mabb.de.

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