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Preis für innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) sowie das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) vergeben seit 2008 den medius.
Mit dem Preis werden Abschlussarbeiten prämiert, die sich mit aktuellen Aspekten aus dem Medienbereich, der Medienwissenschaft, Medienpädagogik und Medienbildung oder Themen des Jugendmedienschutzes beschäftigen und sich auf den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis konzentrieren, interdisziplinäre Perspektiven fördern und/oder innovative Ansätze vertreten.

Die Preisvergabe erfolgt somit auf Grundlage der folgenden drei Kriterien:

  1. Theorie-Praxis-Transfer: Die sinnvolle Verbindung und kritische Reflexion von Medientheorie und -praxis sollte ein wesentlicher Bestandteil eingereichter Arbeiten sein.
  2. Interdisziplinarität: Wir suchen zudem Arbeiten, die Impulse der Medientheorie und Medienbildung mit anderen Disziplinen, z.B. der Sozial- /Schulpädagogik, Kulturwissenschaft, Psychologie, Neurowissenschaft, Informatik oder Jura verknüpfen.
  3. Innovation: Arbeiten, die gegenwärtige gesellschaftsrelevante Themen aufgreifen, neue (Forschungs-)Methoden anwenden, innovativ Theoriekonzepte reflektieren und/oder internationale Perspektiven aufgreifen, finden besondere Beachtung, vor allem dann, wenn sie sich mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen beschäftigen und deren Chancengleichheit sowie ihrer Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen berücksichtigen.


Bewerbungen medius 2022

Es können wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen eingereicht werden, die 2020 oder 2021 abgeschlossen worden sind, in der Regel Bachelor, Master, Magister, Diplom oder Staatsexamen. Entscheidend ist das Datum der Abgabe der Arbeit als Prüfungsleistung. Ausschließlich praktische Abschlussprojekte sind nicht zugelassen.

Vorschlagsberechtigt sind die betreuenden Dozentinnen und Dozenten. Absolventinnen und Absolventen können ihre Arbeit auch selbst einreichen, wenn sie den Nachweis erbringen, dass die Arbeit mit „sehr gut“ bewertet worden ist. Eine wiederholte Teilnahme mit derselben Arbeit ist nicht möglich.

Bitte bewerben Sie sich mit folgenden Unterlagen

  • Begründung, warum die Arbeit für den medius vorgeschlagen wird
  • ein- bis zweiseitige Zusammenfassung der Arbeit
  • Gutachten der Dozentin bzw. des Dozenten (soweit vorhanden)
  • Abschlussarbeit als PDF-Datei
  • kurze Darstellung der Relevanz und Verwertbarkeit für die Praxis in beliebigem Format (Text, Projektskizze, Präsentation, Video o.Ä.): Inwieweit sind die Erkenntnisse der Abschlussarbeit für Fragen der Medienbildung oder des Jugendmedienschutzes relevant und ggf. in der Praxis verwertbar?

Einreichungen für den medius 2022 können ab sofort an medius@mabb.de geschickt werden. Die Abgabefrist für den medius 2022 endet am 31. Januar 2022.

Preisvergabe

Der medius ist mit 2.500 Euro dotiert und kann auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger verteilt werden. Die Jury setzt sich zusammen aus Professorinnen und Professoren themenrelevanter Fachrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertretern der preisstiftenden Institutionen.

Die preisstiftenden Institutionen behalten sich vor, abhängig von der Anzahl der Einreichungen eine Vorauswahl für die Jurysitzung zu treffen. Die Vorauswahl wird basierend auf der Relevanz der eingereichten Arbeiten für die thematische Ausrichtung des Preises getroffen.

 

Preisträgerinnen und Preisträger des medius 2021

In diesem Jahr wurden vier Arbeiten ausgezeichnet, wobei zweimal der 1. Platz und zweimal der 2. Platz vergeben wurde.

1. Platz: Meike Cruz Leon (Donau-Universität Krems): "Eine qualitative Studie über den Einsatz von audiovisuellen Lernangeboten auf dem Tablet zum Erlernen von Gebärden bei Kindern mit kognitiven und kommunikativen Beeinträchtigungen und deren Eltern"

1. Platz: Anna Seikel und Antonia Zerres (Universität Leipzig): "Sex Education 2.0:
An Explorative Study on How Queer Young Adults Use the Internet for Information on Sexual Health and Sexuality"


2. Platz: Julia Nickel
(Universität Leipzig): "Also natürlich wurde ich auch beleidigt" – (Wert-)Verletzendes Handeln in digitalen Sozialräumen Eine qualitative Untersuchung der Perspektive Jugendlicher"

2. Platz: Jennifer Ackermann (TH Köln): "Herausforderung Medienerziehung – Bedeutung digitaler Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe"

Die medius Preisverleihung und das Sommerforum Medienkompetenz stehen in der ALEX-Mediathek zur Verfügung.

Preisverleihung

Fotos: Sandra Hermannsen

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