medius
Preis für innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten
Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) sowie das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) vergeben seit 2008 einmal im Jahr den medius. Mit dem Preis werden akademische Abschlussarbeiten zu Medienbildungsthemen ausgezeichnet.
Die Frist für die Bewerbungen für den medius 2026 läuft bis zum 28. Februar 2026. Die komplette Ausschreibung finden Sie hier.
Welche Arbeiten können für den Preis eingereicht werden?
- Was? Abschlussarbeiten von Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen, in der Regel für Bachelor, Master, Magister, Diplom oder Staatsexamen. Achtung: Es muss sich um eine wissenschaftliche Arbeit handeln (ausschließlich praktische Abschlussprojekte sind nicht zugelassen). Dissertationen können nicht berücksichtigt werden.
- Thema? Abschlussarbeiten werden aus allen akademischen Disziplinen angenommen, bspw. der Medienwissenschaft, Medienpädagogik und angrenzenden Disziplinen - wichtig ist ein Bezug zu Themen der Medienbildung!
- Wann? Die Arbeiten dürfen nicht länger als zwei Jahre vor der Vergabe abgeschlossen worden sein (z. B. werden für das Vergabejahr 2026 Arbeiten aus den Jahren 2024, 2025 und 2026 akzeptiert). Entscheidend ist das Datum der Abgabe der Arbeit als Prüfungsleistung.
Wer kann eine Arbeit einreichen?
- Die betreuenden Dozent:innen können die Arbeit vorschlagen oder
- Absolvent:innen können ihre eigene Arbeit auch selbst einreichen, wenn sie den Nachweis erbringen, dass die Arbeit mit „sehr gut“ bewertet worden ist.
- Eine wiederholte Teilnahme mit derselben Arbeit ist nicht möglich.
Preisvergabe
Der medius ist mit 3.000 Euro dotiert und kann auf mehrere Preisträger:innen verteilt werden. Die Jury setzt sich zusammen aus Professor:innen themenrelevanter Fachrichtungen sowie Vertreter:innen der preisstiftenden Institutionen.
Preisträger:innen des medius 2025
2025 wurden drei Arbeiten mit dem medius ausgezeichnet und jeweils 1.000 Euro als Preisgeld zugesprochen.
Die Masterarbeit „Repräsentation kindlicher Lebenswelten durch Moderation im öffentlich-rechtlichen Kinderfernsehen aus Perspektive von Grundschulkindern“ von Theresa Pape und Sebastian Stöcker von der Universität Erfurt zeigt anhand einer qualitativen Studie mit Grundschulkindern, dass Moderator:innen im Kinderfernsehen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch als wichtige Repräsentant:innen kindlicher Lebenswelten wirken.

Die Bachelorarbeit „Medienpädagogik in stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen zwischen Hilfe und Kontrolle. Eine empirische Untersuchung über die Relevanz der Haltung von Sozialarbeiter*innen auf Digitalität und die Vermittlung von Medienkompetenz in Wohngruppen" von Charlotte Claus von der Technischen Hochschule Köln macht deutlich, wie stark die Haltung von Fachkräften die Vermittlung von Medienkompetenz in stationären Jugendhilfeeinrichtungen beeinflusst – und welche Herausforderungen der digitalen Teilhabe dabei bestehen.

Fotos: © sh/fsf
Und die Bachelorarbeit „Augmented Reality im Waldkindergarten. Einsatzmöglichkeiten von AR zur Unterstützung von Bildungsprozessen in ausgewählten Bildungsbereichen" von Cassandra Bunte von der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden untersucht das Potenzial von Augmented Reality in der frühkindlichen Bildung und zeigt, wie diese Technologie sinnvoll in die naturpädagogische Praxis von Waldkindergärten integriert werden kann.

Fotos: © sh/fsf