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Journalismus macht Schule

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Im neuen Schuljahr ist auf Initiative der Süddeutschen Zeitung und mit Unterstützung zahlreicher Medienanbieter unter dem Titel „Journalismus macht Schule“ ein Medienbildungsprojekt in Berlin und Brandenburg gestartet: Journalistinnen und Journalisten von regionalen und überregionalen Medien sprechen an Schulen in sog. Werkstattgesprächen über Journalismus und gehen dabei auch in den Dialog zu aktuellen Themen wie Fake News oder auch dem Vorwurf „Lügenpresse“. Die Schülerinnen und Schüler erfahren in sog. Werkstattgesprächen, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten, dabei auch mal Fehler machen, die nichts mit Fake News zu tun haben und wieso die Medien eine wichtige Säule der Demokratie sind. Das Projekt zeichnet sich dabei vor allem dadurch aus, dass die Journalistinnen und Journalisten sehr persönlich, transparent und damit authentisch von ihrer Arbeit berichten und dies in der Regel ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Die mabb übernimmt die zentrale Koordinationsfunktion im Rahmen des Projekts.

Jetzt anmelden!

Schulen können sich fortlaufend für "Journalismus macht Schule" anmelden, um eine Journalistin oder einen Journalisten für ein Werkstattgespräch (in der Regel 90 Minuten) an ihre Schule einzuladen. Das Angebot ist kostenfrei und gilt Berlin- und brandenburgweit für alle weiterführenden Schulen. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klassenstufe.

Anmeldung und Materialien

Zudem bieten einige Projektpartner begleitende oder ergänzende Angebote für Schulen rund um das Thema „Journalismus macht Schule“ an.

Pilotphase mit engagierten Partnern erfolgreich gestartet

Mit Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS) wurden ab Mitte August 2019 alle weiterführenden Schulen in Berlin und im Land Brandenburg über das Angebot eines Werkstattgesprächs informiert. Die mabb koordiniert die Termine zwischen den Schulen und den vielen, zum Teil namhaften Journalistinnen und Journalisten, die sich bereit erklärt haben, Werkstattgespräche an Schulen durchzuführen. Zu diesen Journalistinnen und Journalisten gehören u.a. Marietta Slomka (ZDF, heute journal), Claus Liesegang (Chefredakteur MOZ), Theo Koll (Leiter ZDF-Hauptstadtstudio), Hajo Seppelt (Experte für die Dopingproblematik im deutschen und internationalen Sport), Daniel Drepper (Chefredakteur BuzzFeed Deutschland), Mitri Sirin (Moderator ZDF-Morgenmagazin) und Nikolaus Brender (Ex-ZDF-Chefredakteur).

Zudem unterstützen viele Medienanbieter „Journalismus macht Schule“, indem sie bspw. ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Werkstattgespräche freistellen und weiterführende Angebote für die Schulen bieten:

ARD-Hauptstadtstudio   Radio TEDDY
autoren(werk)   Recherchekooperation NDR, WDR, SZ
BB RADIO   Reporter ohne Grenzen
BuzzFeed   Reporterfabrik
Der Tagesspiegel    Riff Reporter
DIE ZEIT   RTL Radio Center Berlin 
Lausitzer Rundschau   Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Märkische Oderzeitung (MOZ)   Süddeutsche Zeitung
medienzentrum Berlin   taz
Netzwerk Recherche   Verein zur Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises
Neue deutsche Medienmacher   VICE Deutschland
Radio Cottbus   ZDF
Radio Potsdam   ZEIT ONLINE

Auch engagieren sich zahlreiche freie Journalistinnen und Journalisten in dem Projekt sowie die Interessensvertretungen Journalistenverband Berlin-Brandenburg e.V., Jugendpresse Deutschland e.V. und Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union dju in ver.di.

Kuratierte Materialien für die Schulen

Die FU Berlin wird zeitnah Materialien zur Verfügung stellen, die die Lehrerinnen und Lehrer zur Vorbereitung der Werksattgespräche nutzen können. Die Materialien eignen sich auch zur Kompetenzvermittlung im Rahmen des Basiscurriculum Medienbildung. Das Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) unterstützt die Erstellung.

Ausblick

„Journalismus macht Schule“ wird zunächst für das aktuelle Schuljahr pilotiert. Es ist offen für weitere Unterstützer und Partner. Für das Projekt wurde inzwischen ein „regionaler“ Beirat aus fünf Journalistinnen und Journalisten gegründet. Dieser wird der mabb und den anderen Bildungsträgern bei dem Projekt mit ihrer journalistischen Expertise zur Verfügung stehen. Der Beirat soll ggf. jedes Schuljahr neu mit Vertreterinnen und Vertretern der Projektpartner besetzt werden.

        

Partnerangebote für Schulen

Im Rahmen der Veranstaltung „Pressefreiheit ist auch deine Freiheit“ rufen VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, Stiftung Lesen, Reporter ohne Grenzen und der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen zum Schülerwettbewerb #unserePressefreiheit auf. Die Schüler sind aufgerufen, sich kreativ mit dem Thema Presse- und Meinungsfreiheit auseinanderzusetzen und einen Beitrag im Format ihrer Wahl einzureichen. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerredaktionen, Media-AGs und alle interessierten Jugendlichen ab Klasse 8. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2020.
Alle Informationen: Schülerwettbewerb #unserePressefreiheit

Die mobile Medienakademie der Jugendpresse Deutschland e.V. setzt sich für Medienkompetenz und starke Schülermedien ein. Ziel ist es, in einem Ein-Tagesworkshop mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam Medien zu gestalten, zu verstehen und zu erleben. Der Clou dabei: Unsere Workshopreferierenden sind selbst junge Medienmachende, die das mediale Wissen auf Augenhöhe vermitteln.

 

Reporter4you, das Angebot der Reporterfabrik für Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler, bietet zahlreiche Videos, Downloads und Hintergründe für die Unterrichtsgestaltung. „Fake News erkennen“, selbst recherchieren, Videos produzieren und mehr - alles rund um das Thema Journalismus und Medienkompetenz!

 

Pressefreiheit? Nehm ich mir! Pressefreiheit ist ein großes Wort. Besonders wenn man sich weltweit umschaut. Reporter ohne Grenzen e.V. begrüßt Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler in seinen Räumen in Berlin-Schöneberg und kommt mit ihnen ins Gespräch. In 90 Minuten erfahren sie mehr über die Arbeit von Reporter ohne Grenzen und die Situation der Pressefreiheit auf der ganzen Welt.

Exiljournalistinnen und Exiljournalisten berichten: Reporter ohne Grenzen hat zahlreiche Kontakte zu Exiljournalistinnen und Exiljournalisten. Das sind Medienschaffende, die ihr Heimatland verlassen mussten, da ihre Arbeit als Journalistin und Journalist sonst ihr Leben bedroht hätte. Auch hier können Reporter ohne Grenzen ein Werkstattgespräch in ihren Räumen für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler organisieren.

Kontakt für beide Projekte: Franziska Görner (fg@reporter-ohne-grenzen.de)

Für Schulklassen gibt es die Möglichkeit, die Redaktion der taz zu besuchen und an der Redaktionskonferenz teilzunehmen. In der Konferenz erleben die Schülerinnen und Schüler die Blattkritik zur tagesaktuellen Ausgabe und die Planung der Ausgabe des nächsten Tages. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für ein Gespräch mit taz-Redakteurinnen und Redakteuren sowie einen kleinen Rundgang durch das neue taz-Haus.
Kontakt: redaktionsbesuch@taz.de

 

Medien verstehen - das kostenlose Unterrichtsmaterial von ZEIT ONLINE unterstützt Lehrerinnen und Lehrer dabei, Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz zu vermitteln. Es erscheint mit praktischen Unterrichtseinheiten inklusive Verlaufsplänen, methodischen Hinweisen und Kopiervorlagen. Das jährlich aktualisierte Material kann als didaktische Einheit oder partiell in Klassen/Kursen ab der 9. Jahrgangsstufe eingesetzt werden.

Sie können Ihre Teilnahme an „Journalismus macht Schule“ auch als Exkursion in die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) gestalten und die Werkstattgespräche mit thematischen Workshops ergänzen. Im Workshop „Fake News. Wahr oder falsch im Internet - Informationskompetenz in der digitalen Welt“ werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von praktischen Übungen sowie einem spielerischen Perspektivwechsel angeregt, Informationen zu vergleichen, zu verarbeiten und ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Auf unserer Webseite finden Sie alle Programmangebote der ZLB.

 

 


"Journalismus macht Schule" ist ein Gemeinschaftprojekt von:

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