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Förderung unten  links Kameramann

Seit 2012 veranstalten die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) das Sommerforum Medienkompetenz mit dem Ziel, Wissenschaft und Praxis miteinander zu vernetzen und aktuelle Themen aus dem Medienbildungsbereich zu diskutieren. Im Rahmen des Sommerforums findet zudem die jährliche Preisverleihung des medius statt – ein Preis für innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten im Medienbildungsbereich.

Sommerforum Medienkompetenz 2020

Das Sommerforum Medienkompetenz widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Neugier und Zweifel – Informationskompetenz im Digitalen“. Dazu diskutierten am 18. Juni 2020 Expertinnen und Experten bei ALEX Berlin. Im Anschluss wurde der medius, der Preis für herausragende Abschlussarbeiten im Medienbildungsbereich, verliehen.

Unter den gegebenen Umständen fand das diesjährige Sommerforum Medienkompetenz ausschließlich als Online-Konferenz statt. Die Aufzeichnung ist in der ALEX-Mediathek verfügbar.

Thema: „Neugier und Zweifel – Informationskompetenz im Digitalen“

Wir sind von einer Fülle digitaler Informationskanäle umgeben, die die Rolle der klassischen Medien als einordnende und kuratierende Instanz einschränken. Durch den Wegfall ihrer Gatekeeper-Funktion erscheinen ihre Inhalte nunmehr als ein Angebot unter vielen. User-Generated Content und andere Inhalte auf Plattformen und in sozialen Medien werden mithilfe von Algorithmen sortiert und anhand des Nutzerverhaltens und der jeweiligen Auswahl an Nachrichten und Informationen personalisiert. Darüber hinaus werden die Nutzerinnen und Nutzern selbst zu Inhalte-Produzentinnen und -Produzenten: Sie kommentieren, sharen, liken und re-tweeten. Das alles bringt neue Anforderungen an unsere Informations- und Nachrichtenkompetenzen mit sich. Als „digitalen Bürgerinnen und Bürger“ brauchen wir heute Wissen und Fertigkeiten aus ganz verschiedenen Bereichen, müssen u. a. die Glaubwürdigkeit von Informationen checken, im Ansatz verstehen, wie digitale Plattformen funktionieren und wissen, welche Mechanismen und Logiken hinter digitalen Öffentlichkeiten stehen. Vor allem aber müssen wir zwei zentrale Fähigkeiten besitzen, um uns „im Digitalen“ zurechtzufinden: Wir müssen neugierig sein und zweifeln!

Moderatorin Teresa Sickert diskutierte mit den Gästen Simon Hurtz (Freier Journalist, u.a. Süddeutsche Zeitung), Prof. Carola Richter (Freie Universität Berlin, Center for Media- and Information Literacy) und Prof. Dr. Kai Sassenberg (Motivationspsychologe, Leibniz-Institut, Tübingen) darüber, welche Kompetenzen man braucht, um sich im Digitalen kompetent zu informieren, was Menschen motiviert Informationen zu suchen, welche Rolle die Neugier dabei spielt und ob das Zweifeln, das Hinterfragen, die Skepsis vor Desinformation bewahrt.

Vorab gaben Dr. Anna-Katharina Meßmer (Stiftung Neue Verantwortung, Projektleiterin Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz) und Hon. Prof. Dr.-Ing. Martin Steinebach (IT-Forensiker, Fraunhofer Institut) eine Einführung in das Thema.

Weitere Informationen zu den Referentinnen und Referenten finden Sie hier.

Sommerforum Medienkompetenz 2020

Fotos: sh/fsf

Der medius 2020 geht an...

Franziska Schaper (Universität Bielefeld): „Inklusive Medienbildung mit der App Theodor und das Schreiben der Stadt - Konzeption von Unterrichtsmaterialien zur Medienbildung von Kindern mit und ohne Lernschwierigkeiten“ und Henry Schaper (Fachhochschule Bielefeld): "Theodor und das Schreiben der Stadt - Eine interaktive Bilderbuch-App für die Medienbildung ab der dritten Klasse"

Elena Frense (Fachhochschule Potsdam): „Kinder- und Jugendmedienschutz in der digitalen Welt aus Perspektive junger Nutzer*innen – Ein partizipatives Projekt"

Sarah Spannruft und Tobias Titt
(Fachhochschule Münster): „Frühkindliche Bildung und digitale Medien - Eine exemplarische Konzeption zur Implementierung von Medienpädagogik in Kindertagesstätten auf der Basis einer Bestandsaufnahme sowie einer policyorientierten Analyse (fach-)politischer Entwicklungen in NRW"

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