Förderung oben  rechts kabel
Förderung unten  links Kameramann

Sommerforum Medienkompetenz

<< Zurück zur Übersicht

Seit 2012 veranstalten die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) das Sommerforum Medienkompetenz mit dem Ziel, Wissenschaft und Praxis miteinander zu vernetzen und aktuelle Themen aus dem Medienbildungsbereich zu diskutieren. Im Rahmen des Sommerforums findet zudem die jährliche Preisverleihung des medius statt – ein Preis für innovative, wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten im Medienbildungsbereich.

Sommerforum Medienkompetenz 2018

Thema: Tutorials, Hauls und Insta-Stories – Jugend und Medien heute

21. Juni 2018, 16:30 Uhr
ALEX Berlin, Rudolfstraße 1-8 (Ecke Ehrenbergstraße), 10245 Berlin
Verbindliche Anmeldung bis zum 15. Juni 2018 an graubnerc@fsf.de

Selbstkontrollen und Regulierungsinstitutionen verfolgen das Ziel, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Medieninhalten zu schützen. Aber die Idee, einerseits „die Jugend“ vor schädigenden Einflüssen durch Medien schützen zu können und andererseits „die Medien“ zu beaufsichtigen und zu regulieren, setzt ein überholtes Sender-Empfänger-Verständnis voraus. Denn gerade auf Plattformen wie Youtube und Instagram ist zu beobachten, wie sich junge Menschen mit ihren unterschiedlichsten Alltagsthemen auch als Prosumer probieren: Sie sind nicht mehr nur Konsumenten professionell hergestellter Inhalte, sondern greifen einfach selbst zum Handy, um Inhalte aufzubereiten und sich auszudrücken. Sie singen, tanzen, erstellen Tutorials für alle alltäglichen Belange und Interessen – auch zu gesamtgesellschaftlich relevanten Themen wie Politik oder Umweltschutz. Durch ihre hohe Authentizität erreichen sie mitunter hohe Reichweiten unter ihren Followern, was Statusgewinn, aber auch Verantwortung mit sich bringt.

Die verschwimmenden Grenzen von Produzieren und Konsumieren, neue Kommunikationsformen, eine durch und durch mediatisierte Welt ohne Trennung von online und offline, ein neues Mediennutzungsverhalten – während die heutige Jugend dort hineingewachsen ist und wie selbstverständlich damit umgeht, sprechen die Älteren noch von der digitalen Revolution. Zeit, die Zielgruppe „Jugend“ genauer unter die Lupe zu nehmen:  Was bedeutet es, in einer mediatisierten Welt jugendlich zu sein? Welche Rolle spielen Medien für die Identitätsbildung? Wie ist es zu bewerten, wenn die Werbung nicht mehr von professionellen Anbietern, sondern von Gleichaltrigen in ihre höchst persönliche Internetperformance eingebaut wird?  Und was können Jugendschützer und Medienpädagogen dazu beitragen, die kreativen Chancen, die diese Entwicklung bietet, zu unterstützen?

Programm #SoFo18:

16:30 Uhr Anmeldung
17:00 Uhr Jugend und Medien - Zwei Missverständnisse
Science Slam
17:15 Uhr Talk mit:
  • Mirella Precek („mirellativegal“, YouTuberin)
  • Dr. Paul Eisewicht (Jugendsoziologe, TU Dortmund)
  • Thomas Feibel  (Journalist und Medienexperte)
18:45 Uhr medius-Preisverleihung
19:30 Uhr Get-Together

Moderation: Teresa Sickert (freie Journalistin)

Hinweis: Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie sich mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung damit einverstanden erklären, auf Fotos und Videomaterial (Live-Stream) bei der Berichterstattung über die Veranstaltung zu erscheinen. Bitte besprechen Sie persönliche Einwände vor Ort mit dem Veranstalter.

Speaker:

sofospeaker

Mirella Precek begann während ihres Studiums der Wirtschaftswissenschaften als mirellativegal auf YouTube Videos zu veröffentlichen. In den vergangenen fünf Jahren wuchs ihr Kanal auf mittlerweile über 400.000 Abonnenten an, auf Instagram folgen ihr über 200.000 Menschen. Mehrmals die Woche begeistert sie ihre Follower mit lustigen, unterhaltsamen und informativen Videos, in denen sie thematisiert, was Mittzwanziger heutzutage bewegt. Sie engagiert sich für Frauenrechte oder nutzt ihre Reichweite, um wohltätige Organisationen zu unterstützen. Moderationserfahrung sammelte sie bei Gastauftritten bei Flip, Leider Lustig oder in ihrem eigenen Podcast.

Thomas Feibel ist Journalist in Sachen Kinder und Computer in Deutschland. Der Medienexperte leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und publiziert für Stiftung Warentest, c't, T-Online, Familie & Co, Stafette, Dein Spiegel und viele andere. Er arbeitet für das Deutschlandradio, den WDR und das RBB-Fernsehen. Thomas Feibel schreibt Kinder- und Jugendbücher, in denen es oft um Themen wie Cybermobbing, Soziale Netzwerke und das Aufwachsen in der digitalen Welt geht. 

Dr. Paul Eisewicht ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dortmund im Forschungsgebiet "Modernisierung als Handlungsproblem". Er studierte Soziologie in Dresden und promovierte am Karlsruher Institut für Technologie. Eisewicht ist Chefredakteur von jugendszenen.com, Science Slammer und Mitglied im Stiftungsrat von "Respekt! Die Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung".

<< Zurück zur Übersicht

Mit der Nutzung der Internetseite www.mabb.de bitten wir Sie zur Kenntnis zu nehmen, dass Cookies verwendet werden.
Mehr erfahren