mabb-Jugendrat berät: Digitale Mediensucht
25. Januar 2026
Im Januar setzte sich der Jugendrat mit mabb-Direktorin Dr. Eva Flecken sowie mit Dr. Sünje Paasch-Colberg, Referentin für Fernsehen und Forschung der mabb, und Martin Fischer, Referent für Medien- und Digitalpolitik beim Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) für die erste inhaltliche Sitzung des Jahres zum Thema „Digitale Mediensucht“ zusammen.
Die Jugendrät:innen berichteten von ihren Erfahrungen mit endlosem Scrollen und schilderten die Notwendigkeit, Aufklärungsarbeit zu leisten. Dr. Sünje Paasch-Colberg grenzte pathologische Mediensucht von lediglich riskantem Nutzungsverhalten ab. Von Mediensucht spricht man, wenn es um eine abhängige Nutzung von Medien (Social Media, Spielen, Videos) mit schwerwiegenden Folgen für die physische und psychische Gesundheit Betroffener geht, die sich über einen längeren Zeitraum zieht. Zu Kontextfaktoren hierfür gehören unter anderen das persönliche Umfeld und der emotionale Zustand einer Person, aber auch so genannte „Dark Patterns“, von denen Plattformen, z. B. durch Werbeeinnahmen, profitieren.
Den Jugendrät:innen wurden Videointerviews mit Perspektiven aus der Forschung, Medizin und Regulierung hierzu gezeigt. Anschließend beleuchtete Martin Fischer die Thematik mit dem Schwerpunkt „Gaming Disorder“. Diese sei die einzige von der WHO anerkannte Mediensucht, große Teile der Definition des „Gaming Disorders“ könnten aber auch auf andere Formen digitaler Mediensucht übertragen werden.
Der Jugendrat ist sich einig, dass auf gesamtgesellschaftlicher Ebene mehr getan werden muss, um Mediensucht angemessen zu begegnen. Hierfür muss es digitale, wie auch analoge Ansätze geben. Nach einer ausgiebigen Diskussion gab der Jugendrat Handlungsempfehlungen ab.
Mehr Informationen zum mabb-Jugendrat finden Interessierte hier.