Toleranz geht uns alle an – Neue Kooperationsvereinbarung zwischen Land Brandenburg und Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Potsdam/Berlin, 16. Dezember 2025. Gestern Abend besiegelten zwei Unterschriften ein gemeinsames Ziel: den Einsatz für die Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders in Brandenburg. Der Anlass war die frisch vereinbarte Partnerschaft der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) mit der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg. Diese verbindet zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure, die abgestimmt gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und digitale Gewalt vorgehen. Ursprünglich wurde sie in den Neunzigerjahren aufgrund alarmierend hoher rechtsextremer Übergriffe ins Leben gerufen. Die mabb ist neben der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH die neueste Kooperationspartnerin an Bord von Tolerantes Brandenburg.
Anlässlich der Unterzeichnung betonte Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „Ich freue mich, dass wir zum Jubiläum des Kooperationsnetzwerks die Medienanstalt Berlin-Brandenburg als neuen starken Partner begrüßen können. Die mabb spielt eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von Desinformation und der Förderung einer pluralistischen Medienlandschaft, was für die Umsetzung der Ziele des Handlungskonzeptes von großer Bedeutung ist. Gemeinsam setzen wir ein klares Zeichen für Demokratie, Respekt und eine offene Gesellschaft im ganzen Land."
Eva Flecken, Direktorin der mabb, stellte fest: „Toleranz bedeutet, für die Meinungen, Überzeugungen und Lebensweisen anderer offen zu sein, auch wenn sie nicht unseren eigenen entsprechen. Toleranz bedeutet auch, Vielfalt zu akzeptieren, zu würdigen und zu schätzen.“ Sie begründete außerdem, warum die mabb Kooperationspartnerin wurde: „Medien machen Vielfalt sichtbar und wir alle brauchen einen Umgang mit dieser Vielfalt. Die Medienanstalt setzt sich nicht nur regulatorisch für Medienvielfalt ein, wir fördern auch lokalen Journalismus und die Informations- und Nachrichtenkompetenz von Brandenburger Bürger:innen. Wir freuen uns daher sehr, das schon bestehende Netzwerk tatkräftig mit unserer Expertise zu unterstützen, denn Toleranz ist keine Schönwetterveranstaltung – sie ist die Grundlage für unser demokratisches Miteinander und muss gelebt werden.“
Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für einen regelmäßigen Informationsaustausch und eine enge Zusammenarbeit zwischen der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg/Bündnis für Brandenburg und der mabb. Mit der Kooperation bekräftigen das Land Brandenburg und die Medienanstalt ihren Anspruch, Freiheit, Vielfalt und Menschenwürde aktiv zu schützen. Sie setzen ein deutliches Zeichen: Toleranz ist nicht verhandelbar – und sie muss wieder selbstverständlich werden.
Fotos: Staatskanzlei Brandenburg, Andy Lange