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Was und wie hört die Hauptstadtregion? Digitale Audionutzung weiter im Trend

mabb veröffentlicht Länderberichte zur Digitalisierung des Hörfunks und zur Online-Audio-Nutzung in Berlin und Brandenburg

  • Digitalisierungsquote im Hörfunk steigt weiter: Zwei von drei Personen in Berlin und Brandenburg haben Zugang zu mindestens einem digitalen Empfangsweg.
  • Wichtigster digitaler Übertragungsweg für sämtliche Audioangebote ist das Internet. UKW bleibt die meistgenutzte Radio-Empfangsart, verliert aber in beiden Bundesländern an Bedeutung.
  • Drei Viertel der Berliner Bevölkerung (2,32 Mio.) und zwei Drittel der Brandenburger Bevölkerung (1,41 Mio.)ab 14 Jahren nutzen Online-Audio-Angebote. Am stärksten wächst die Nutzung bei Podcasts und Hörbüchern.
  • Berlin ist weiterhin Podcast-Hauptstadt: 39 Prozent der Berliner:innen hören Podcasts. Damit liegt Berlin fast zehn Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Die meistgenutzte Podcast-Plattform ist Spotify.

Berlin, 28. September 2021. Was hört die Hauptstadtregion und auf welchem Weg? Im Rahmen der Digitalveranstaltung „Audio – das neue Leitmedium?“ bei ALEX Berlin hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) heute die Länderberichte für Berlin und Brandenburg des Digitalisierungsberichts Audio und – in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) – des Online-Audio-Monitors 2021 vorgestellt. „Die Studienergebnisse belegen, dass die digitale Audio-Transformation auch in Berlin und Brandenburg in vollem Gange ist“, so mabb-Direktorin Dr. Eva Flecken. „Für Hörer:innen bietet sich gleichzeitig eine immer größer werdende Vielfalt an Angeboten. Deswegen arbeitet die mabb gemeinsam mit ihren Einrichtungen ALEX Berlin und dem MIZ Babelsberg an einer zukunftsgewandten Strategie für den Audiomarkt der Region. Im Rahmen des neu gestarteten MIZ Audio Idea Sprints sind wir beispielsweise derzeit auf der Suche nach innovativen und nachhaltigen Audioprojekten für die Medienwelt der Zukunft.“

Die wichtigsten Ergebnisse der Länderberichte im Überblick 

Digitalisierungsquote in Berlin und Brandenburg steigt weiter
Die Digitalisierungsquote des Radioempfangs liegt in Berlin bei 66 Prozent, in Brandenburg sogar bei 69 Prozent. Alle digitalen Empfangsmöglichkeiten (DAB+, Webradio, Digitales Kabel, SAT) berücksichtigt, haben zwei Drittel der Berliner:innen und Brandenburger:innen Zugang zu mindestens einem digitalen Empfangsweg für Hörfunk. 

UKW bleibt meistgenutzte Radioempfangsart – büßt aber ein
Der UKW-Verbreitungsweg ist immer noch unverzichtbar, verliert aber in Berlin an Boden: Für 51 Prozent der Berliner:innen ist UKW die meistgenutzte Hörfunk-Empfangsart, in Brandenburg sind es 63 Prozent der Bevölkerung. Im Trend hat UKW als meistgenutzte Radioempfangsart in Berlin in den letzten zwei Jahren 14 Prozentpunkte eingebüßt, in Brandenburg sogar 18 Prozentpunkte.

Podcast-Boom in der Hauptstadtregion hält an
39 Prozent der Berliner und 25 Prozent der Brandenburger Bevölkerung nutzen Podcasts. Das entspricht in Berlin knapp 1,2 Mio. Personen, in Brandenburg ca. 540.000 Personen. Ein Ende des Podcast-Booms ist nicht abzusehen: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Nutzungszahlen erneut zweistellig gestiegen, in Berlin um 12,4 Prozent, in Brandenburg um 15,9 Prozent.Berliner:innen interessieren sich vor allem für Infosendungen, Wissens- und Lernbeiträge. In Brandenburg stehen Unterhaltung und Comedy an erster Stelle.

Berliner und Brandenburger Bevölkerung hört im Internet vor allem traditionelle Radioprogramme
Die Nutzung linearer Webradioangebote liegt in Berlin bei 55 Prozent, in Brandenburg bei 52 Prozent. Sogenannte Simulcast-Sender, die terrestrisch über UKW bzw. DAB+ und im Internet dasselbe Programm ausstrahlen, werden in Berlin von 47 Prozent und in Brandenburg von rund 45 Prozent der Bevölkerung genutzt.

Die vollständigen Ergebnisse der Länderberichte Berlin-Brandenburg des Digitalisierungsberichts Audio 2021 und des Online-Audio-Monitors 2021 sind auf der Internetseite der mabb verfügbar.

MIZ Babelsberg startet Audio Idea Sprint für innovative Audioprojekte
Von neuartigen Distributionswegen bis zum Austausch mit der Hörerschaft: Im Rahmen des Audio Idea Sprints sucht das Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) innovative und nachhaltige Audio-Projekte für die Medienwelt der Zukunft. Bewerben können sich Interessierte mit Wohnsitz in Berlin und einem abgeschlossenen Studium, das nicht weiter als fünf Jahre zurückliegt, bis zum 15. Oktober 2021. Der Audio Idea Sprint wird gefördert vom Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Weitere Informationen zum Audio Idea Sprint sind auf der Webseite des MIZ Babelsberg verfügbar.

Über den Online-Audio-Monitor 2021– Länderbericht Berlin-Brandenburg
Der Online-Audio-Monitor untersucht bevölkerungsrepräsentativ die Nutzung von Online-Audio-Angeboten, -Diensten und -Plattformen in Deutschland. Die 2021 wieder von Mindline Media durchgeführte Studie erscheint in diesem Jahr zum vierten Mal. Auftraggeber sind neben der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), die Landesanstalt für Medien NRW sowie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), der Verband Privater Medien (VAUNET) und der Radio Marketing Service (RMS). Durch eine Aufstockung der durchgeführten Befragungen in Berlin und Brandenburg können für die Bevölkerung beider Bundesländer repräsentative Aussagen getroffen werden. Die zusätzlichen Befragungen in Berlin und Brandenburg werden von der mabb und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) finanziert. www.online-audio-monitor.de

Über den Digitalisierungsbericht Audio – Länderbericht Berlin-Brandenburg
Der Länderbericht Berlin-Brandenburg wird im Rahmen der Erhebung des Digitalisierungsberichts Audio der Landesmedienanstalten von der mabb beauftragt. Die von Kantar durchgeführte Studie liefert repräsentative Ergebnisse über die Ausstattung von Berliner und Brandenburger Haushalten mit Geräten zur Radionutzung und über die Nutzungspräferenzen.

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